Wir sind Pflegeaufstand-Hi und möchten …

pflegeaufstand-hildesheim

Informieren – Aufklären – Aufstehen für bessere Pflege!

2013 wurde die Gruppe “Pflege am Boden – Hildesheim “ gegründet aus der sich nun Pflegeaufstand Hildesheim entwickelt hat.
Wir sind eine von Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbänden unabhängiger Zusammenschluss von aktiven Pflegerebellen.

Gemeinsam wollen wir die Öffentlichkeit, Politik und den Gesetzgeber auf die Lage der derzeitigen Pflegesituation in Deutschland aufmerksam machen.
Vom Gesetzgeber fordern wir eine Reformierung der Pflegepolitik, die die Situation für Pflegende, Gepflegte und Angehörige nachhaltig verbessert, damit in Zukunft die Würde des Menschen wieder an erster Stelle stehen kann.

Die Situation für die genannten Gruppen hat sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert.
Die Arbeitsbedingungen sind auf Grund fehlenden Fachpersonals verheerend, familienunfreundlich und gesundheitsgefährdend.

Menschenwürdige Pflege und die Gesundheit von Gepflegten bleibt auf der Strecke.
Der Staat kommt seiner Fürsorgepflicht nicht nach und weist Klagen diesbezüglich einfach ab.

Die rosarote Brille, die viele Bürger aus Selbstschutz tragen, gefährdet unser Pflegesystem.
Viele Menschen, die im Bereich Pflege arbeiten, sind erschöpft oder scheinen in einer Situation aus Verantwortung und Zukunftsangst gefangen die sie handlungsunfähig werden lässt.
Wir möchten aufrütteln, denn …
„Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.”
In der Interessengemeinschaft Pflegeaufstand-Hildesheim sind Menschen aus allen Bereichen zu finden. Doch eins haben wir gemeinsam, wir möchten etwas verändern, bewegen, verbessern. 

Unsere Ziele sind:

  • Informieren und Aufklären über die Situation in der Pflege.
  • Verbreiten von -, und Unterschriften sammeln zu Petitionen, das Gesundheitswesen betreffend.
  • Berufsfeldkollegen motivieren: 
    – endlich für ihre Bedürfnisse und Rechte einzustehen. 
    – und sich für die Bedürfnisse der zu Pflegenden einzusetzen.
    NEIN sagen, heißt manchmal JA sagen, zu sicherer, ganzheitlicher Pflege!
  • Der Bevölkerung zu verdeutlichen, dass auch sie aktiv werden muss damit sich was ändert.
  • Anlaufstellen bei Problemen im Pflegefall benennen.

Unser berufspolitischer Wunsch ist:

  • Abschaffung der (Zwangs-)Pflegekammer in Nds. für Pflegekräfte.
  • Den Pflegekräften, bei allen Pflegethemen relevanten Entscheidungen,  den Stellenwert und die Anerkennung zukommen zu lassen die sie verdienen.
  • Die Pflege für alle sozialen Schichten sicher und menschenwürdig auszurichten.
  • Profit darf nicht zu Lasten von Gepflegten und Pflegekräften gehen
  • Anerkennung der Arbeit von pflegenden Angehörigen und deren Absicherung vor Verarmung und gesundheitlicher Folgeschäden.

Menschenwürdige und sichere Pflege im Seniorenheim, Krankenhaus, im ambulanten Pflegedienst und für pflegende Angehörige – das sollte doch Normalität sein und kein utopischer Wunsch. 
Dafür gehen wir auf die Strasse.

Pflegeaufstand-Hi

Einige aus unserer Gruppe möchten wir hier vorstellen:

Angelika
Angelika

folgt

Rita Krüger
Rita

Ich möchte, dass es allen pflegebedürftigen Menschen im Alter gut geht, egal ob sie reich oder arm, im Pflegeheim, allein zu Hause oder mit
Angehörigen zusammen leben.
Gerade für so eine reiche Gesellschaft muß das selbstverständlich sein. Die jüngere Generationen sollten nicht vergessen, dass alle Rechte und Errungenschaften, alle demokratischen Rechte in gewerkschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen erkämpft wurden.
Wir müssen gemeinsam für diese Rechte eintreten.


Darum bin ich seit über 10 Jahren auch in einer Partei, „DIE LINKE“ organisiert.

Wolfgang Heibuch
Wolfgang

Wolfgang Heibuch 54 Jahre,
Staatlich examinierter Krankenpfleger.

Stephan
Stephan

folgt

Hermann
Hermann

68 Jahre, Dr. rer.pol. Rentner
Alte oder Alter ist für einige zum Stigma geworden. Daher spricht man verschämt von Senioren. Das ändert aber nichts an der Ausgrenzung älterer und alter Menschen. Daher möchte ich den Spieß umdrehen. Ja, ich bin ein Alter. Ich habe mein Berufsleben hinter mir und , wie andere Rentnerinnen und Rentner auch, meine Rente im wahrsten Sinne des Wortes verdient. Ich persönlich kann nicht klagen. Ich bin nicht reich, kann aber mit meiner Rente auskommen. 

Auch bin ich noch relativ gesund und damit noch nicht so stark vom Gesundheitssystem und Pflegesystem abhängig. Aber es gibt alte Menschen, denen es schlechter geht und mit ihnen möchte ich mich solidarisieren. Ich will auch nicht warten, bis ich vielleicht selber krank und pflegebedürftig und damit ein Opfer des gewinnorientierten Krankheits- und Pflegesystem bin. Wenn ich nicht vorher schnell an einer Krankheit sterbe, kann mir das auch mal passieren.

 

Andreas Wich
Andreas

Ich bin inzwischen 49 Jahre jung, Pflegehelfer bei der Zeitarbeit, insgesamt seit 2009 in der Pflege tätig. Durch meine Tätigkeit lerne ich viele Altenheime kennen und weiß zumindest schonmal, wo ich im Alter mal nicht so gerne hin möchte… Durch Gespräche mit den Kollegen erfahre ich noch zusätzliche Probleme, die mir als Helfer normalerweise verborgen bleiben… Es ist noch ein langer Weg zu menschenwürdiger Pflege nach Art. 1 GG… Im Pflegebündnis will ich diesen Weg mitgehen.

Ute Engler
Ute

PFLEGE DURCH UND DURCH
Ute, 60 Jahre und durfte schon in Rente gehen, wieso so früh fragt Ihr Euch?
Weil ich ganz schnell und viel gearbeitet habe, ich war Krankenschwester, die dürfen das.
Mit 12 Jahren meine Oma gepflegt, die Ausbildung als Krankenschwester und Praxisanleiterin abgeschlossen.
Universell einsetzbar in fast allen Bereichen im Krankenhaus, davon viele Jahre auf Intensivstationen und ein Kurztrip in der ambulanten Pflege. 

Seit 5 Jahren betreue ich meine nun 91 jährige Mutter im Pflegeheim und seit 1 Jahr pflege ich meinen 88 jährigen Vater bei mir zu Hause. So schließt sich der Pflegekreis. 

Ich bin eine Pflegerebellin und stolz darauf. Soweit es meine Zeit erlaubt, wirke ich im Pflegeaufstand Hildesheim. 😊

Jutta

Hallo, ich bin examinierte Altenpflegerin habe aber diesen Beruf vor über 10 Jahren verlassen. Burn Out und Rücken. Nach einer Ausbildung im Bereich Medienoperating war ich eine Zeit selbstständig. Als Leitung der AWO-Begegnungsstätte merkte ich, dass mir der Umgang mit Senioren immer noch am Herzen liegt. Nach Schließung der Begegnungsstätte habe ich einen Qualifizierungskurs für Betreuungskräfte gemacht und war bis 2018 auch in diesem Bereich tätig.

Seit 8 Jahren kümmere ich mich auch um meine Mutter und pflege sie seit 2018 in Vollzeit. 
Anfang der 90’er war ich bei den Pflegedemos dabei und gehe seit 2013 auch wieder für bessere Bedingungen in der Pflege auf die Strasse. 

Hans
Hans

Als Sozialist ist es mir wichtig, Beschäftige überall dort zu unterstützen, wo sie Widerstand gegen schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen aufbauen und dieser profitgetriebenen Wirtschaft etwas Einhalt gebieten. Denn wo es Unternehmen nur ums Geschäft geht, bleiben die Interessen der lohnabhängigen Bevölkerung sonst immer außen vor – ein Klassenkampf, der immer wieder von „oben“ gewonnen wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Zum Glück unternehmen aber einige Kolleg*innen bereits eine ganze Menge! Sie schließen sich zusammen, bilden einander, organisieren Gegenwehr – z.B. im Pflegebündnis Hildesheim. 

Deshalb unterstütze ich die kämpfenden Kolleg*innen in der Pflege, obwohl ich selbst Sozialarbeiter bin und gar nicht in diesem Arbeitsfeld tätig bin. Ich glaube, dass das Bündnis ein leuchtendes Beispiel sein kann, Beschäftigten aller Bereiche Hoffnung zu geben, die sich im Alltag häufig machtlos, vereinzelt und hoffnungslos fühlen. Denn wenn sich in der Pflege etwas bewegt, geht das auch an anderer Stelle. Und wenn der Zusammenschluss von Beschäftigten es hier leichter macht, ihre Ziele zu erreichen, wird es das auch woanders tun. 

Denn kollektiv sind wir stark! Wie sehr, ist vielen oft überhaupt nicht klar: Aber wenn die Arbeiter*innen z.B. für nur ein paar Stunden die Arbeit niederlegen, kommt buchstäblich alles zum erliegen. Was könnten wir alles schaffen, wenn wir überall organisiert wären und darum kämpften,dass unsere Arbeit und Wirtschaft nach den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt ausgerichtet wären! Wir könnten eine Welt gewinnen. Tun wir das auch!

Pflegeaufstand-Hi = Pflegeaufstand-Hildesheim