Was passiert eigentlich nach der Pflege – bei Tod des Pflegebedürftigen …

Nach der Pflege

… wie reagieren Ämter und ander Dienstleistungsanbieter?

Nach der Pflege

Ein Erfahrungsbericht von Jutta Ebrecht nach dem Tod ihrer Mutter.

Was haben pflegende Angehörige eigentlich zu erwarten, wenn der Pflegebedürftige stirbt und sie auf Grund der Pflegetätigkeit aus dem Beruf ausgeschieden sind?

Agentur für Arbeit (im Folgenden mit A.f.A. abgekürzt)

30.07.2021 -> gleich 16 Std. später – nach dem Tod meiner Mutter –  habe ich der A.f.A. mitgeteilt, dass ich jetzt nicht mehr pflegende Angehörige bin.

06.08.2021 -> Um mich nochmal telefonisch abzusichern, bei der A.f.A. angerufen. Eine sehr nette Dame beruhigte mich und bestätigte mir, dass ich arbeitslos gemeldet sei. Sie sprach mir sogar ihr Beileid aus und es klang echt. Es kam die Frage auf wieviel Pflegeunterstützungsgeld ich während meiner Pflegezeit bekommen hätte. Die Dame konnte gar nicht glauben das pflegende Angehörige rein gar nichts bekommen.
– Ja, das verstehen die pflegenden Angehörigen auch nicht – 

08.08.2021 -> Nach einem weiteren Brief bezüglich des Pflegeunterstützungsgeldes und einem Rückruf meinerseits war aber geklärt, dass diesen Anspruch nur Berufstätige haben (zur Pflege-Sicherstellung einer Person im Pflegefall) und auch nur für 10 Tage (Corona bedingt auf 20 Tage erweitert).

16.08.2021 -> Relativ schnell den ersten Bewilligungsbescheid erhalten.
25.08.2021 -> Nach Authentifizierung meiner Person geänderten Bewilligungsbescheid bekommen. 

Anmerkung:  2018 habe ich sehr schlechte Erfahrungen mit einer Mitarbeiterin der A.f.A. gemacht. In Kurzform und auf das Wesentliche zusammengefasst. Mir wurde vorgeworfen das ich Gelder erschlichen hätte, da ich nicht gemeldet habe das meine Mutter seit Anfang Dezember Pflegegrad 4 bekommen hat.
Und jetzt kommts – der MDK hatte meiner Mutter im Februar 2018 RÜCKWIRKEND den Pflegegrad zugesprochen. Ich hätte letztendlich hellsichtig sein müssen, um das schon im Dezember zu wissen! Zu der Zeit habe ich nicht nur meine Mutter gepflegt sondern war auch noch für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung meiner Schwester verantwortlich. War psychisch und physisch kurz vor dem Zusammenbrechen. Ich hatte besagter Mitarbeiterin gleich zu Beginn meinen Pflegealltag dokumentiert,  ausgedruckt – doch das war ihr völlig egal. Ihre genauen Worte damals waren „Das interessiert mich nicht“. Letztendlich blieb mir nur der Weg zu einem Anwalt, denn auch die Briefe, die ich an das Bundesgesundheitsministerium und das das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geschrieben habe,  blieben zwar nicht unbeantwortet aber sie seien dafür nicht zuständig.

Soviel zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen aus der Politik und von Ämtern.
Jetzt hoffe ich auf einen Neuanfang mit anderen Mitarbeiter. Allerdings – die Erfahrung dieser Empathielosigkeit von besagter Mitarbeiterin, steckt mir noch so tief in den Knochen, dass ich wirklich gedacht habe mir würde jetzt vorgeworfen, dass ich den Tod meiner Mutter nicht schon 3 Monate vorher gemeldet habe.
Das war aber nicht so! 

Jobcenter

Anmerkung: 

Pflegedienst

Da der AWO-Pflegedienst Mutti ja über viele Jahr begleitet hatte, hatte ich schon das Gefühl das einige Mitarbeiter auch traurig waren.
Eine weitere Kündigung meinerseits bedurfte es nicht.
Das gleiche gilt für die AWO-Tagespflege. 

Anmerkung: 

Anbieter von Notrufsystemen und/oder anderer Serviceleistungen

Anmerkung: 

Anbieter von Notrufsystemen und/oder anderer Serviceleistungen

Anmerkung: